Kategorie: Fundstücke

Einmal Karakorum und zurück

 

Der Karakorum im Dreiländereck Pakistan, Indien und China gehört zu den extremsten Gebirgslandschaften der Erde. Allein vier 8000er und 63 7000er erheben sich hier auf der Bruchlinie zweier Kontinentalplatten. Einmal wollte Berichte-von-anderswo-Autor Martin Wein auch hier hinauf. Im Sommer 2013 hat er sich aufgemacht. Und das ging überwiegend nur zu Fuß. Der rund 220 Kilometer lange Marsch über den Baltoro-Gletscher zum Concordia-Platz, zum mächtigen Kegel des K2 und weiter zum Basislager der Gasherbrum-Gruppe im Großen Karakorum ist noch heute ein echtes Abenteuer und gleichzeitig eine der spektakulärsten Strecken-Wanderungen, die mit einiger Kondition, aber ohne technische Bergerfahrung zu bewältigen sind.

Das grüne Hunza-Tal weiter westlich am Fuß des Rakaposhi illustriert hingegen die lange Geschichte der Region als Durchgangsland der legendären Seidenstraße. Wo die Hochgebirge in die weite Indus-Ebene münden, zeigt sich Pakistan schließlich seit der Zeit Alexanders des Großen und des ersten budhistischen Herrschers Ashoka als ewige Knautschzone der Kulturen.

Die Reise-Reportage verknüpft immer wieder eigene Erlebnisse mit Hintergrundinformationen zu Geografie, Geschichte, Politik und Alltag im zu Unrecht noch weitgehend unbekannten Norden Pakistans.

Martin Wein, Nord-Pakistan. Zu Fuß durch den Karakorum, Wiesenburg Verlag 2013, 123 S. mit 16 Farbbildern, 19,80 €