Kategorie: Australien

Australien: Die Opas und die Opale

Von: Martin Wein (Text + Fotos)

Für 150 000 Euro ist ein fertiges Drei-Zimmer-Dugout zu haben, sagt Nad und führt eine solche Wohnhöhle, die heute als Museum dient. Der Eingang sieht aus wie ein gewöhnliches Haus. Doch hinter der gemauerten Fassade liegen die fensterlosen Räume im Fels. Früher waren die Behausungen ziemlich rustikal. Heute gibt es sie komplett mit Einbauküche, Sat-TV und Badewanne. Selbst die Kirchen haben sie in den Untergrund verlegt, wo es selten mehr als 23 Grad warm wird. Mehrere Unterkünfte und ein Hotel vermieten Höhlenzimmer für echtes Pionier-Feeling, allerdings ohne Aussicht.

Auch Jimmy Nikoloudis macht das Leben unter der Erde nichts aus. Nur seine Frau ertrug es nicht. Schon vor drei Jahrzehnten baute Jimmy ihr deshalb ein richtiges Haus. Weggelaufen ist sie trotzdem. Und auch Will Hutchison, dem Entdecker der Opal-Vorkommen hat sein Fund kein Glück gebracht, ist auf einem Gedenkstein an der Fundstelle am Stuart Highway kurz vor dem Ort zu lesen. Nur fünf Jahre nachdem er den Grundstein für den einzigartigen Minenort gelegt hatte, ertrank Will in Queensland als er eine Rinderherde über den Georgina River treiben wollte.

 

 

Informationen:

 

Anreise: Von Frankfurt nach Adelaide am bequemsten mit Singapore Airlines mit einem Zwischenstopp in 20 Stunden Flugzeit ab 973,- Euro (www.singapore-airlines.com).

Reisezeit: Am besten im Frühjahr und Herbst mit Temperaturen um 30 Grad, an der Küste auch kühler.

Unterkunft: Majestic Roof Garden Hotel****, Adelaide, DZ ab 95 Euro, Desert Cave Hotel****, Coober Pedy, oberirdische und unterirdische DZ ab 90 Euro (www.majestichotels.com.au). Das Hotel organisiert auch Touren zu den Opalminen.