Fotostrecke: Bella Figura auf dem Markusplatz
Gerade in der stolzen Stadtrepublik Venedig war es für die Bürger zu allen Zeiten wichtig, eine „bella Figura“ zu machen. Deshalb dauerte der Karneval mit seinen Bällen, Schaulaufen und Gondel-Paraden im 17. und 18. Jahrhundert sechs lange Monate, bevor der Aschermittwoch die fleischlose Fastenzeit (carne = Fleisch) einläutete. Dann kam Napoleon als Sittenwächter in die Stadt und machte nicht nur der Republik, sondern auch dem Karneval ein Ende.
Heute ist das Spektakel vor allem ein Touristen-Magnet: Rund 1,5 Millionen Besucher aus aller Welt schieben sich bei kalten Februar-Winden alljährlich durch die engen Gassen. Dazu wurde der „Carnevale di Venezia“ 1979 nach fast 200jähriger Pause von der Stadtverwaltung wieder zum Leben erweckt. So beliebt ist das phantasievolle Treiben inzwischen, dass Polizisten in Stoßzeiten in einigen Gassen „Einwegverkehr“ für Fußgänger durchsetzen. Da zieht man sich am besten in die stillen Winkel auf den Inseln Burano oder Torcello zurück und wartet, bis die Kreuzfahrtschiffe mit ihrer zahlungskräftigen Fracht wieder abgelegt haben.
Fotostrecke: Bella Figura auf dem Markusplatz