Erlegte Pinguine waren, wenn auch etwas zäh, viele Tage lang die letzte Nahrungsreserve für den britischen Polarforscher Sir Ernest Shackleton, der Südgeorgien weltberühmt machte. Auf seiner <st1:personname>dritte</st1:personname>n Expedition hatte Shackleton ab August 1914 den Kontinent Antarktika durchqueren wollen. Doch noch bevor die Crew Festland erreichte, fror ihr alter Segler „Endurance“ im Packeis fest und wurde nach mehr als einem halben Jahr einfach zerdrückt. Die 28 Männer campierten mit ihren Schlittenhunden auf dem Eis, lebten bald fast nur noch von Robben und Pinguinsteak und hofften, sie würden nach Norden an die Packeisgrenze getrieben.
In offenen Ruderbooten erreichten sie schließlich in navigatorischer Meisterleistung am 15. April 1916 die abgelegene Elefanteninsel, wo Shackleton die meisten Männer zurückließ. Mit letzter Kraft fand er mit wenigen Getreuen in 15 Tagen Südgeorgien und schleppte sich in einem 40-stündigen Gewaltmarsch über die 2000 Meter hohen Berge bis zu den Walfängern von Stromness. Sie passierten dabei auch Fortuna Bay, die heute so unschuldig in der Sonne liegt.
hackleton ruhte nicht, bis er auch den letzten Mann gerettet hatte. Für seine Umsicht und seine Verlässlichkeit zollen ihm heute noch alle Polarfahrer auf dem Friedhof von Grytviken auf Südgeorgien Respekt. „Oh Shacky old chap“, sagt Ian Stone fast freundschaftlich. „Wärst du nicht zu spät im Jahr aufgebrochen, hättest du’s 1914 vielleicht geschafft. Aber so berühmt wie heute wärst du dann sicher nicht.“ Und selbst die Königspinguine in der Nähe neigen die Schnäbel, als sei „Shacky“ einer von ihnen gewesen.