Kategorie: Afrika

Marokko: Ales Fès in neuem Glanz

Von: Martin Wein (Text + Fotos)

Der Wandel zieht neue Investoren an. Erst vor zwei Wochen hat Jacob Oliver gleich neben der berühmten Wasseruhr sein Café Le tarbouche eröffnet. „Die Leute wollen nicht nur Tajine, den traditionellen Eintopf mit viel Fleisch oder Geflügel aus dem Schmortopf“, glaubt der 28-jährige Koch von der von der Isle of Wright und mixt deshalb munter europäische und marokkanische Klassiker. Im Literatur-Café Clock nebenan, wo viele Sprach-Studenten Arabisch büffeln, servieren sie Kamel-Burger und frischen Minztee auf der Dachterrasse. Und in der ganzen Altstadt wurden inzwischen 115 historische Bürgerhäuser mit ihren luftigen Innenhöfen um einen Springbrunnen zu stilvollen Gästehäusern mit insgesamt 1200 Betten umgebaut. Mit Erfolg: „In diesen Riads übernachten inzwischen mehr Gäste als in den Hotels der Neustadt“, sagt Yassir M’hammed Jawhar, ein Delegierter der Handelskammer für Tourismus. Vor allem auch wohlhabende Marokkaner kämen mit ihrer ganzen Familie, sagt Jawhar. „Die mieten dann das ganze Haus und leben ein paar Tage lang so wie ihre Vorfahren.“