Auf der Weiterfahrt durch Finnland und Schweden waren Helsinki und Stockholm Höhepunkte. Im Gegensatz zum zu Hause verregneten August genossen wir Sonnenschein pur auf unserer gesamten Fahrt, die weitgehend dem Europäischen Fernwanderweg R 1 folgte. Dieser ist in Estland von dem Euro-Velo-Koordinator Rein Lepik ganz vorbildlich durchgängig unübersehbar markiert worden. In den anderen Ländern wird daran noch gearbeitet, in Finnland und Schweden ist er als Küstenradweg bezeichnet.
Nur an den drei letzten Tagen gerieten wir schon mal in einen Regenschauer, dem wir aber immer durch Unterstellen ausweichen konnten. Allerdings hatte es in Südschweden lokal an einigen Tagen sehr viel geregnet, dass ganze Straßenabschnitte mehrfach bis zu 80 cm hoch überschwemmt waren. Da das gerade erst passiert war, gab es für uns, als wir hier im Dunklen ankamen, nur einen Hinweis auf die Unpassierbarkeit der Straße, aber keine Umwegmarkierung. Schließlich erbarmte sich ein freundlicher Schwede und zeigte uns mit seinem Auto den Weg zu unserem Treffpunkt in Paskallavik, indem er hinter uns herfuhr und den vom Regen ausgewaschenen Feldweg ausleuchtete, den wir sonst weder gefunden noch hätten befahren können. Eine Woche vor dem offiziellen Tourende am 08.09.06 in Kopenhagen nahmen Horst Radmer und ich dann am 4. September von Trelleborg aus die Fähre zurück nach Travemünde und die Bahn nach Hause. Trotz aller Anstrengung war es ein Super-Sommer, den wir sicher nie vergessen werden.