Letzter Halt unterwegs vor der großen Zuckermühle bei Ba. Einen halben Kilometer lang reihen sich die Lastwagen mit Zuckerrohr beladen vor der Entladerampe. Zucker ist Fidschis Devisenbringer Nummer 1. Wir fragen einen der Lkw-Fahrer nach dem Weg in die Berge. „Acht Stunden, mit dem Auto“, grunzt der Inder verächtlich. Die im 19. Jahrhundert als Arbeiter auf den Zuckerrohrplantagen ins Land geholten Inder halten nicht viel von fidschianischer Kultur. Wir schon.
Bergfahrt: Ortschilder gibt es nicht. Man fährt dem Gefühl nach, immer bergan. Die Serpentinen werden enger, die Fahrspuren auf der Staubpiste tiefer. Zumindest hat sich der Regen verflüchtigt. Kein Auto weit und breit, einige Inder auf den Feldern. Wir stecken fest. Anschieben. Rückwärtsgang. Anlauf nehmen. Gas durchtreten. Der Wagen hüpft über ananasgroße Geröllbrocken. Kinder winken. Nur nicht anhalten, nur nicht festfahren. In vier Stunden wird es dunkel, brauchen wir acht?
Nach zwei Stunden sitzen wir am Küchentisch von Boulou und Talili, löffeln Nudelsuppe. Zwei Kilometer noch bis Navala. Senga na lenga – Boulou und Talili, Beamte im Ruhestand mit Fremdenzimmer, werden uns helfen. Ihr Sohn Tui kommt mit uns ins Dorf. Er ist der Neffe des Chiefs.