Kategorie: Mittel- & Südamerika

Peru: Out of Machu Pichu

Von: Martin Wein (Text + Fotos)

Für Reindel und Isla sind die Geoglyphen von Affe, Kolibri, Reiher oder Wal die flehende Bitte um Wasser und das Zeugnis einer dramatischen Umweltveränderung. „Ab 200 vor ging das Grundwasser zurück. Die Wüste rückte vor. Mit den Bildern als Wegmarken für Prozessionen baten die Menschen die Götter um Hilfe“, glaubt Isla. Als Beleg führt er tropische Spondylusmuscheln an, die Reindel bei Grabungen an den Linien unter Altar-Plattformen gefunden hat. Diese Muscheln seien im gesamten Andenraum seit Urzeiten Symbol für Fruchtbarkeit und Wasser und seien offenbar eigens aus dem tropischen Norden geholt worden, um dem Kult Kraft zu geben. Nach der großen Nazca-Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn wünscht sich Isla nun auch ein neues Museum an Ort und Stelle, um seine Landsleute für das kulturelle Erbe zu begeistern. Die fahren nämlich auch schon mal mit dem Lkw mitten durch die Bilder.