Kategorie: Mittel- & Südamerika

Peru: Unter Tölpeln

Von: Martin Wein (Text + Fotos)

Woher die Inseln ihren Namen haben, sieht man schon vor der Ankunft. Wind und Wellen haben sie regelrecht ausgehöhlt und mächtige Felsbögen entstehen lassen. Darauf sammelten Generationen von Seevögeln ihren Guano. Schichten von bis zu 30 Metern wurden abgebaut, erklärt Diego. Heute wird der Naturdünger nur noch saisonal in kleinen Mengen abgegraben, um die Tiere wenig zu stören.

Nicht alle Bewohner sind so leicht auszumachen wie die Pelikane und Robben, die rudelweise auf den untersten Felsen faulenzen. Im Okular eines guten Feldstechers tauchen auch die Inka-Seeschwalben mit ihrem weißen Strich unter den Augen auf. Neben den Einheimischen nutzen je nach Jahreszeit auch 200 Zugvogelarten die Inseln als Stopover-Ziel – so wie die meisten Touristen auf dem Weg von Lima in den Süden des Landes.