Zur Fotostrecke: "Sommerfrisches Norwegen" (16 Motive)
Wer sich auf den „Nordweg“ begibt, der sollte früh aufstehen. Die Dimensionen des Naturraums sind gewaltig. Als natürliche Wand ragt das Land am Westrand Skandinaviens aus dem Atlantik empor bis zu einer Höhe von 2469 Metern. Doch das Meer hat zum Angriff auf diese Festung geblasen und sich mit steter Ausdauer in den Fels gefräst. 25 150 Kilometer misst die zerklüftete Küste heute zwischen der schwedischen Grenze im Südosten und der russischen im Nordosten. Dazwischen liegt mit der Hardangervidda die größte Hochebene Europas. Und in den Fjorden und vor der Küste sprenkeln schätzungsweise 150 000 Inseln und Inselchen Nordsee und Atlantik.
Natürlich sind derartige Weiten nicht in einem Urlaub zu erkunden. Wer mit Tempo und gegen die Uhr hinauf zum Nordkap brettert, der wird nur einen ungefähren Eindruck erhalten. Und wenn er gutes Wetter hat und ob der hohen Preise kein Magenknurren bekommt, dann ist er irgendwann wieder da, mit mehr Ruhe und kleineren Zielen. Denn schon kurz hinter Oslo liegt mit dem Hochgebirge Jotunheimen, dem Sognefjord und der alten Hansestadt Bergen eine der schönsten Gegenden Norwegens im Radius einer entspannten Entdeckungsfahrt. Hier kalben Gletscher ins Tal, hier zeugen die hölzernen Stabkirchen von der Christianisierung des Nordens und hier können Unverzagte sogar ein Bad im Meer nehmen. Sommerfrisches Norwegen!

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