Und wer noch tiefer eindringt, etwa in das Bergland vom Matmata, wo die Menschen vor Sonne und Sandstürmen in unterirdische Häuser flohen, oder nach Chenini, wo sie sich kühle Höhlen in die Felsen gegraben haben, der kann bewundern, wie erfinderisch die Berber sich den widrigen Lebensumständen anzupassen wussten. Wechselt man schließlich in den Landrover und besucht die Bergoasen Chebika und Tamerza nur unweit der algerischen Grenze so fühlt man sich fast wie Lawrence von Arabien. Und das in einem Land des Massentourismus, in dem – wie Einheimische sagen – die Geschichten aus Tausendundeinernacht abseits von Hotels und Badestränden manchmal noch Wirklichkeit werden.